Seit Anfang September ist die Bundesstraße B407 zwischen Waldweiler und Zerf wegen dringend notwendiger Fahrbahnarbeiten voll gesperrt. Die Folge: Der gesamte Durchgangsverkehr wird durch die Ortslagen von Waldweiler, Mandern und Zerf umgeleitet. Die Situation bringt erhebliche Einschränkungen für die Anwohnenden mit sich – insbesondere seit dem Beginn des neuen Schuljahres.
Große Sorge um die Sicherheit der Kinder
Die hohe Verkehrsbelastung in den engen Ortsdurchfahrten sorgt vor allem bei Eltern für große Sorge. „Es ist jeden Morgen ein Verkehrschaos“, berichtet ein Vater aus Waldweiler. „Wenn die Schulbusse halten, fahren viele Autos und LKWs trotzdem einfach vorbei – das ist lebensgefährlich für unsere Kinder.“
Maßnahmen greifen – aber reichen nicht aus
Die Ortsgemeinde Waldweiler haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten reagiert und an kritischen Punkten Street Buddys sowie Warnschilder installiert. Doch darüber hinaus war die Gemeinde weitgehend auf die Entscheidung der übergeordneten Behörden angewiesen.
Erst nach einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und dem Ordnungsamt der Verbandsgemeinde wurden weitergehende Maßnahmen umgesetzt:
Tempo-30-Zonen in den betroffenen Ortsdurchfahrten
Bordsteinmarkierungen an Bushaltestellen, um das Überholen stehender Schulbusse zu verhindern
Diese Schritte werden in der Bevölkerung grundsätzlich begrüßt – dennoch besteht weiterer Handlungsbedarf.
Beschilderung noch unvollständig – weitere Forderungen gestellt
Aus Sicht der Gemeinden ist die derzeitige Verkehrsbeschilderung noch unzureichend. Die bestehenden Hinweise und Geschwindigkeitsbegrenzungen reichen nicht aus, um die tatsächliche Gefahrenlage abzubilden.
In Niederkell, einem Ortsteil von Waldweiler, fehlt bislang eine entsprechende Tempo-30-Regelung – trotz vergleichbarer Verkehrsbelastung.
Die Gemeinde wird Anträge zur Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 im Ortsteil Niederkell beim LBM einreichen.
Wir als Gemeinde setzen alles daran, die Situation für unsere Bürgerinnen und Bürger – insbesondere für die Kinder – sicherer zu machen. Doch wir sind hier stark auf die Mitwirkung und Zustimmung übergeordneter Stellen angewiesen.
Ende der Baustelle erst Ende Oktober
Trotz erster Verbesserungen bleibt die Situation angespannt. Die Bauarbeiten an der B407 werden voraussichtlich noch bis Ende Oktober 2025 andauern. Bis dahin heißt es für viele: Nerven behalten – und Rücksicht nehmen.
Die Gemeinden appellieren eindringlich an alle Verkehrsteilnehmenden, besonders im Bereich von Haltestellen, Schulwegen und Kindergärten achtsam zu fahren und Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten. Jeder Beitrag zählt, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.